Prolog

Nach nun schon wieder einem Jahr stehen wir vor unserer nächsten Radreise. Und obwohl wir eigentlich schon kurz vor dem Ende der letzten Tour darüber sinnieren, wo es denn 2014 hingehen soll, steht kurz vor der Abreise am Samstag, den 26.07.2014 nur eines fest:

Wir treffen uns zu dritt. Es werden also meine Freunde Chris und Olda wieder dabei sein. Das Reiseziel war lange Zeit auch relativ klar. Wir wollten nach Kroatien. Nach Triest mit dem Auto, und dann über einige Inseln hinunter nach Dubrovnik radeln. Danach am 07.08. mit dem Schiff einen ganzen Tag lang zurück nach Rijeka. Mit dem Rad noch ca. 75 Kilometer zum Auto und wieder nach Hause.

Was hat das jetzt mit der Fahrradreise zu tun?

Was hat das jetzt mit der Fahrradreise zu tun?

Aber da gibt es natürlich immer wieder Unwägbarkeiten, die von uns Notiz nehmen und uns zum Umdenken zwingen. Eine Kollegin von mir eine hat schwerere Krankheit erwischt (von hier aus Gute Besserung von Herzen), die es meinem Chef nicht erlaubt, mir einen längeren Urlaub als bis zum einschließlich 06.08. zu gewähren. Das ist bitter, aber Gottseidank sind meine Kumpane flexibel.

Für diese tolle Begleiterscheinung unserer Freundschaft bin ich sehr, sehr dankbar.
Unsere Unentschlossenheit bezüglich des Zieles unserer Radreise in 2014 kommt noch ein weiterer, nicht unwesentlicher Punkt hinzu: vor einigen Tagen rief mich Krischan an und meinte, er hätte mit Hilfe der Googlemaps-Karte das Höhenprofil unserer Strecke gecheckt. Und dabei mit Erschrecken festgestellt, dass es in Kroatien extrem bergauf und bergab geht. Soll heißen, dass es eine Straße an der Küste wohl durchgehend nicht zu geben scheint und wir deshalb immer wieder nach oben in die Berge fahren müssen. Das bedeutet aber immer wieder ein Höhenunterschied von 300 bis 500 Meter überwinden zu müssen, was zu einer Gesamtbelastung von bis zu 27.000 Höhenmetern führen könnte. Das wäre fast das Dreifache unserer Höllentortur durch Tschechien im vergangenen Jahr.

Oder vielleicht doch?????

Oder vielleicht doch?????

Das wäre vielleicht weiter gar nicht zu beachten, hätten wir nicht im vergangenen Jahr eine bis dato neue Extremerfahrung gemacht. Auf unserer Reise durch Tschechien gab es auch fast ausschließlich Berge. Insgesamt waren es auf der ähnlich weiten Strecke ca. 10.000 Höhenmeter. Bei den während der fast gesamten Woche herrschenden Temperaturen von teilweise über 40 Grad (Celsius – nicht Fahrenheit), doch eine enorme Schinderei.

Nun starteten also gleich die Überlegungen für alternativen Routen:
Ich hätte Lust auf die südadriatische Küste. Ich war noch nie dort, stelle mir diese Gegend aber sehr schön vor. Es ist zwar auch heißes Wetter zu erwarten, aber die Strecke, die am Meer entlang führt, würde auf jeden Fall relativ flach sein.

Eine andere Überlegung, um uns in andere Temperaturgefilde zu begeben, wäre zum Beispiel England. Da ich aber unter Flugangst leide – und damit meine Freunde unter mir – wird die Zeit ein wenig zu knapp sein. Erst die Anreise nach Calais, mit dem Schiff übersetzen bei nur insgesamt zwölf Tagen, da kommen wir in England nicht besonders weit. Obgleich die Lust, dieses an Gegensätzen so reiche Land erneut und besser kennen zu lernen, als bei unserer Begegnung vor fünf Jahren, schon groß ist. Das Spießbürgerliche, das dem Briten innewohnt, und das bei einem Kneipenbesuch in jedem englischen Pub konterkariert wird. Ja, das hätte was.

Was ist das denn????

Was ist das denn????

Und da wäre da noch Frankreich. Etwa das ca. 1000 km lange Loiretal, eine Tour, die bei Chris hoch im Kurs steht.

Ein Anruf bei Oldo in Tschechien ergibt doch eine kleine Enttäuschung für ihn. Der Mann, der in den Bergen Böhmens das komplette Jahr für unsere Reise trainiert, möchte natürlich auch belohnt werden mit vielen Höhenmetern. Aber seine Freude auf das Wiedersehen und den Spaß, den wir natürlich auch miteinander haben lässt das eigentliche Ziel bzw. die Route dann doch in den Hintergrund geraten. Er fährt gern überall hin mit uns.

Nee ist klar: Das Ganze ist nur ein kleiner Scherz für meine Fahrradfreunde. Natürlich werde ich damit nicht reisen. Das wäre unsozial, weil wohl einfach zu schnell.

Nee ist klar: Das Ganze ist nur ein kleiner Scherz für meine Fahrradfreunde. Natürlich werde ich damit nicht reisen. Das wäre unsozial, weil wohl einfach zu schnell.

Wir werden also sehen. Ich melde mich kurz vor der Abreise noch mal bei Euch. Bis dahin – eine Gute Zeit euch allen.

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