1. Etappe vom Moers am Niederrhein nach Aachen

Auch wenn es mir heute schon schwer fällt, weil ich total geschafft bin, ein kleiner Eintrag zum unserem ersten Reisetag auf der Luxembourg, Frankreich, England und Belgien Tour mit dem Fahrrad.

Wie jedes Jahr (nun bereits zum sechsten Mal) bereisen mein Freund Krischan und ich einen kleinen Teil unseres wunderschönen Kontinents Europa.

Dieses Jahr haben wir ein wenig mehr Zeit als die Jahre zuvor und nehmen uns deshalb auch gleich ganz wagemutig eine größere Strecke vor.

Wir starten am 25.07.2010 von Moers am Niederrhein und wollen bis zum spätestens 08.08.2010, also in zwei Wochen ca. 1700 Kilometer mit dem Rad zurücklegen.

Weil ich meinen Sohn, der in der Nähe von Duisburg lebt, schon seit vergangenem Mittwoch besucht habe, bot es sich an, Krischans Rad bereits mitzunehmen und von Moers aus zu starten.

Heute ist es also soweit. Mein Freund ist Experte im Daheimlassen von Gegenständen, mit dem Ehrgeiz verknüpft, möglichst wenig Gewicht mitzuschleppen.

Wer meint, dass ich mit den Jahren unserer gemeinsamen Reisen etwas davon gelernt haben müsste, hat insofern recht, dass ich es durchaus einsehe, dass es sinnvoll ist, das Gepäckgewicht gering zu halten. Leider nehme ich es mir zwar jedes Mal vor, aber gelingen tut es mir in Wahrheit kaum.

Obwohl: dieses Mal habe ich wenige Klamotten dabei, obwohl ich mir nach 150 bis 200 Kilometern pro Tag eine Dusche mit anschließend frischen Kleidern gönnen möchte, aber ich mir vorgenommen habe, ab und an Marions wunderbaren Waschsalon zu entern und die Kleider dort zu reinigen anstatt für jeden Tag Unterhose, Pulli oder T-Shirt, etc. mitzunehmen.

So habe ich also nach diversen Überlegungen jedoch immer noch ca. 13 Kilo an Gepäck an Board. Denn dieses Mal begleitet mich mein Laptop, um diesen Blog schreiben zu können. Das macht dann wieder 2,5 Kg mehr. Egal, das ist alles Training, was das Weichei von meinem Freund strikt vermeidet. Sein Damen-Cityrad-Einkaufskörbchen ist mit gerade  7-8 Kilo gefüllt. Und kurz vor Start entscheidet sich Krischan, auch noch die Regenjacke aus dem Seesack zu werfen. Wieder fast ein Kilogramm weniger.

Ich wäre nicht ehrlich, wenn ich diesen Minimalisten auf Radtouren nicht ein wenig beneiden würde.

Das Wetter ist heute kühl und windig. Erstes Etappenziel ist Aachen, ca. 120 Kilometer von Moers entfernt. Ich hoffe für Krischan, dass es nicht regnet. Oder doch. Ein bisschen Schadenfreude sei erlaubt.

Wir orientieren uns nach Krefeld, von dort aus geht es weiter nach Viersen, woher mein Ex-Schwiegervater stammt.

Wir haben leider kein Kartenmaterial dabei. Es ist teuer und verschafft Gewicht im Gepäckstauraum.

So verfahren wir uns hin und wieder , müssen da und dort mal fragen, wo es lang geht. Später fällt uns auf, da wir uns nach der Sonne richten, die ab und zu hinter den Wolken hervorlugt, dass es sehr verlockend ist, sich mit dem Wind im Rücken ein wenig treiben zu lassen, auch wenn man nicht sicher ist, dass die Richtung stimmt, da wir doch genau wissen, dass der Wind heute aus Westen oder Nordwesten kommt, und dass er uns im Prinzip den kompletten Tag von vorne oder von der Seite um die Nase wehen muss, wenn wir später in Aachen ankommen wollen.

Aber der Gedanke, dass der Wind im Rücken uns dorthin tragen könnte wo wir hinwollen, ist wundervoll, geil, in Wirklichkeit nicht zu beschreiben.

Umso schlimmer, nach Nachfragen erfahren zu müssen, gegen den Wind zurücktreten zu müssen, um wieder in die richtige Spur zu finden.

Aber letztendlich kommen wir gut voran. Und obwohl wir erst um kurz nach 10 Uhr loskamen, erreichen wir bereits um 16:20 Uhr Aachen.

Eine schöne Stadt. Zufällig weilt mein Sohn hier mit seiner Mutter auf einem Markt, sodass wir uns noch mal sehen können.

Krischan kümmert sich derweil um eine Unterkunft. Er findet sie im IBIS-Hotel. Es ist günstig. Wir zahlen 55 € für die Übernachtung ohne Frühstück.

Nach einer Stärkung in einer gemütlichen Kneipe in der Fußgängerzone in Aachen, checken wir gegen 22:45 Uhr im Hotel ein.

Krischan schnarcht bereits, während ich diese Zeilen verfasse.

Morgen steht die erste Mammuttour nach Esch in Luxembourg an. Es ist allerdings Regen angesagt. Wenn das eintrifft und es den ganzen Tag regnet, werden wir es uns früher an einem schönen Platz gemütlich machen und erst am Dienstag weiter fahren.

 

Also bis dann und bleibt uns treu

 

Markus

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