Prolog

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche, so ist es ausgemacht, holt mich mein Freund Christian mit dem Auto an meiner Arbeitsstelle in Dachau ab. Er hat vor einigen Jahren einen kleinen, spartanisch ausgestatteten, aber zuverlässigen, fast lilafarbenen Kastenwagen aus den Tiefen der rumänischen Wälder erstanden. Dieses Auto trägt ihn seither in alle Staaten, in denen er seinem Hobby frönen kann: dem Fotografieren.

Dabei faszinieren ihn besonders die Reminiszenzen der kommunistischen Baukunst. Und so fährt er jedes Jahr ein anderes Gebiet ab. Nach unserer Radreise wird er den Balkan bereisen bis hinüber nach Istanbul.

Wer Interesse an Fotografien und Kalendern aus diesen Schaffenszeiten hat, der möge sich bei mir melden. Ich vermittle dann gerne weiter an meinen Freund.

Ich merke schon in meinem Büro, dass ich kaum schaffe, bis zum vereinbarten Zeitpunkt um halb Drei parat zu sein. Da kommt Stress auf, ich wollte ja auch noch einen Helm kaufen bei meinem Freund Mark bei JAKOs Fahrradladen.

Der Laden meines Freundes Mark Jantjes in Dachau (JAKO). Minuten vor Reiseantritt werde ich noch mit einem guten Fahrradhelm ausgestattet.

Also dirigiere ich Christian um in die Münchner Straße in Dachau, wo ich es schaffe, nach kurzem und fieberhaften Zusammenpacken meiner Reiseutensilien, dann doch pünktlich zu sein.

Mark versieht mir mit einem futuristisch anmutenden Helm, der sogar eine Blinker-Funktion besitzt. Das ist mir grade egal. Hauptsache, er ist hochwertig in seiner Schutzfunktion. Dazu entscheide ich mich für eine gutsichtbare, knallgelbe Ausführung.

Dann noch schnell in mein Lieblingscafé gleich neben dem Radl-Laden. Ein bisschen Proviant für die Fahrt nach Tschechien.

Wir wollen uns am frühen Abend mit unserem Freund Oldo in Eger (Cheb) an der Eger treffen. Er für uns dort schon eine Übernachtungsmöglichkeit klargemacht. Wir haben uns ein paar Tage freigenommen und wollen an der Eger entlang – fast vom Ursprung – nach Litomerice radeln, wo die Eger in die Elbe mündet. Das sind wohl um die 300 Km. Wir haben bis kommenden Mittwoch Zeit.

In Dachau ist es zum Zeitpunkt unseres Aufbruches gegen 15:30 Uhr wieder sehr warm geworden nach Tagen des Regens und auch Kälte. Aber es tummeln sich immer noch viele Wolken am Himmel, obwohl sich die Sonne durchgesetzt hat.

….. werde ich nach Hause schreiben an meinen Schatz!

Ich bin froh, dass ich nicht fahren muss. Nachdem ich im vergangenen Jahr von meiner Heimat, dem Landkreis Dachau in die Nähe von Kufstein weggezogen bin, arbeite ich im wöchentlichen Wechselmodus in Dachau, was ich dort recht anstrengend empfinde. Auch diese Woche habe ich in Dachau verbracht und bin rechtschaffen müde.

Während der ganzen Autofahrt bleibt das Wetter gut und wir kommen um 19:15 Uhr recht entspannt in Cheb an. An der Grenze von Bayern nach Tschechien hat uns nicht ein einziger Mensch aufgehalten, was ich als extrem wohltuend empfunden habe. Gerade auch nach den immer wieder warnenden Infos meiner Regierung. Oldo ist schon da. Er hat uns eine kleine Ferienwohnung gemietet, die etwas oberhalb der Stadt gelegen ist.

Unser Freund aus Prag in schon bester Laune, hat für uns die Ferienwohnung für die erste Nacht klargemacht.

Seit unserer letzten Radreise, wo wir uns im Norden Deutschlands in Glückstadt getroffen hatten, und von dort aus fünf Tage Sternfahrten unternommen hatten, haben wir uns nicht mehr gesehen.

Es ist ein wundervolles Wiedersehen, alle freuen sich, dass es trotz der weltweit schwierigen Lage auch in diesem Sommer geklappt hat, unsere alljährliche Radreise nicht nur zu planen, sondern in die Tat umzusetzen.

Alle meine Freunde, die sich meinen Reisebericht zu Gemüte führen, möchte ich um Verständnis dafür bitte, dass der eine oder andere Text nicht auf höchstem Niveau geschrieben und auch die Bilder nicht den besten Qualitätsstandards entsprechen. Die Texte sind zumeist nachts zwischen zwölf und ein Uhr entstanden, während meine Freunde zufrieden vor sich hin schnorchelten.

Die Ereignisse des letzten Jahres werden ausführlich in unserer Dachgeschoss-Wohnung erörtert.

Viele Bilder habe ich direkt während der Fahrt vom Fahrrad aus gemacht. Ich konnte da nicht auf Licht und Schatten, Einstellungen bez. Geschwindigkeit und/oder Lichtverhältnisse achten. Trotzdem hoffe ich, dass die Fotos Eindrücke unserer Reise authentisch vermitteln und hoffentlich auch viele witzige und lustige Aspekte zeigen.

Viel Spaß also mit meinen Reisegeschichten.

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